Bis 1939...

Als Lazarett diente das Krankenhaus der Elisabethinen im Ersten Weltkrieg. In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde eine Chirurgischen Abteilung errichtet.

Während des Ersten Weltkrieges versorgte das Krankenhaus der Elisabethinen eine beträchtliche Anzahl verwundeter und kranker Soldaten. Mit dem Kriegsende und der einsetzenden allgemeinen Not geriet das Elisabethinenspital in eine schwierige Lage. Elend und Hungersnot gegen Ende des Krieges und in der ersten Zeit danach führten auch zum Tod mehrerer noch junger Schwestern im Konvent der Elisabethinen.

1926 wurde die chirurgische Abteilung bei den Elisabethinen eröffnet. In dieser Zeit gab es im Spital bereits eine Anlage für elektrische Beleuchtung, wo zwei Schwestern als geprüfte Maschinenwärterinnen (!) tätig waren.
Mit der Einrichtung einer eigenen Chirurgischen Abteilung stellte sich das Krankenhaus der Elisabethinen in die Reihe der vollwertigen Spitäler und konnte nun eher hoffen für seine Leistungen von den Kranken ein kleines Entgelt zu erhalten, um aus seiner wieder gewonnenen Lebensfähigkeit selbst wieder armen Kranken helfen zu können.
Der steigende Betrieb machte einen Röntgenapparat unentbehrlich – ein modernes Röntgeninstitut wurde eingerichtet. Zur Ausstattung dieses Institutes wurden Apparate zur physikalischen Therapie und Strahlenbehandlung angeschafft. Im Anschluss daran entstand allmählich ein voll eingerichtetes Laboratorium für chemische und mikroskopische Untersuchungen.
Der Operationssaal wurde schon nach zwei Jahren durch einen Vorbau vergrößert und mit Oberlicht ausgestattet. Gleichzeitig wurden kleinere Krankenzimmer für die Unterbringung zahlender Kranker zur Verfügung gestellt (Zahlstock).
Die Zahl der Ärzte stieg in dieser Zeit auf sieben. Außer Interne Medizin, Chirurgie und Gynäkologie werden die übrigen Disziplinen durch regelmäßig ordinierende Konsiliarärzte vertreten. 1926-1929 wurden 1.417 Operationen durchgeführt.
Zubau und Modernisierung des Spitals

Im Jahre 1932 erfolgte ein Zu- und Ausbau der Chirurgischen Abteilung sowie eine gründliche Modernisierung der Krankenzimmer durch Verlegung von Linoleumfußböden und Einleitung von Fließwasser in die Zimmer. Weiters wurde der Bau eines Personenaufzuges wie auch einer neuen Warmwasserleitung auf der Chirurgie durchgeführt.
In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts gehörten 50 Frauen als Chor- und Laienschwestern, Novizinnen und Postulantinnen zum Konvent.


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