Ausgezeichnete Versorgung von Schwerhörigen und Gehörlosen

Für die interdisziplinäre Betreuung von schwerhörigen und gehörlosen Menschen wurde dem Ordenskrankenhaus der Elisabethinen Graz der „Integri-Preis“ in der Kategorie innovative Versorgungsinitiativen verliehen.

Hochgradig schwerhörige und gehörlose PatientInnen haben seit 2009 an der HNO-Abteilung des Krankenhauses der Elisabethinen die Möglichkeit eines Cochleaimplantats – eine Hörhilfe, die direkt in das Innenohr implantiert wird. An der Abteilung, die von Prim. Prof. Dr. Tilman Keck geleitet wird, werden 48% dieser Eingriffe in der Steiermark durchgeführt. Die PatientInnen sind oft Kleinkinder.

Die HNO-Fachärzte kümmern sich aber nicht nur um die Implantation. Gemeinsam mit den Logopädinnen am Krankenhaus der Elisabethinen und den externen Kooperationspartnern suchen sie für jeden Patienten individuell die Behandlung mit dem optimalen Nutzen. Im Sinne der elisabethinischen Qualität steht der Mensch im Mittelpunkt, die PatientInnen bzw. deren Eltern werden umfassend beraten und langfristig interdisziplinär versorgt. Dazu gehören unter anderem psychologische Betreuung, Hörtrainings und logopädische Therapie.

Für dieses Gesamtkonzept wurde das Krankenhaus der Elisabethinen Graz mit dem „Integri-Preis“ für integrierte Versorgung ausgezeichnet, gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern: Förderzentrum des Landes Steiermark für Hör- und Sprachbildung, Gehörlosenambulanz des KH der Barmherzigen Brüder Graz, MFZ Steingruber, Chance B und Mosaik. „Diese Initiative verbindet sowohl den Nutzen für die kleinen Patienten als auch die Vorteile für das Gesundheits- und Sozialwesen in einer wirksamen und zugleich sympathischen Art und Weise“, so die Begründung der Jury.


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