Erster Elisabethinischer Pflegekongress - Tag 2

Nach dem erfolgreichen ersten Tag mit vielen neuen Eindrücken und spannenden Diskussionen wurde das dichte Programm rund um das Management der eigenen Gesundheit am 23. September fortgesetzt.

Was braucht es, damit gesunde Veränderungen in einer Organisation gelingen können? Und wer ist dafür verantwortlich, dass sie gelingen? Darüber referierte Mag. Dr. Fritz Weilharter, Sportpsychologe und externer Berater der oberösterreichischen Gespag. „Innerhalb eines Krankenhauses gibt es häufig Kulturunterschiede, beispielsweise bei unterschiedlichen Abteilungen. Die daraus entstehenden Spannungen gilt es zu meistern“, so Weilharter.
Neue Führungsansätze, die sich an der Einteilung der Mitarbeiter in „Generationen“ – wie die Babyboomer, die Generation X, die Generation Y, etc. – orientieren, stellte Mag.a Beate Hartinger-Klein, Aufsichtsrätin der Gespag, in ihrem Impuls vor. „Die Generationen sind unterschiedlich, und sie haben andere Erwartungen an Führungskräfte. Die Jüngsten, aus der Generation Z, suchen die Herausforderung und wollen Spaß an der Arbeit haben.“

Bei der anschließenden zweiten Podiumsdiskussion im Rahmen des Kongresses wurde die Rolle von Führungskräften betrachtet. Wie können sie ihre Mitarbeitenden beim Gesundheitsmanagement unterstützen? „Wenn wir von Betrieblicher Gesundheitsförderung sprechen, ist das Problem oft nicht zu wenig Angebot, sondern dass die Mitarbeitenden nicht über das Angebot Bescheid wissen“, so Mag. Dr. Robert Woitsch, Geschäftsführer der BOC Asset Management GmbH. „Meistens geht es um Abläufe in der Organisation, die dafür geändert werden müssen.“ Auch Assist.-Prof. MMag. Dr. Elisabeth Nöhammer unterstrich die Wichtigkeit der Informationsübermittlung und fügte hinzu: „Das Unternehmen muss außerdem die Ressourcen zur Verfügung stellen, damit die Angebote angenommen werden können. Zum Beispiel wünschen sich die Mitarbeiter Duschen, wenn sie im Arbeitsumfeld eine sportliche Aktivität angeboten bekommen.“ Eine essentielle Kompetenz strich Ing. Mag. Maximilian Kolmbauer, Geschäftsführer der sauber & partner gmbH, hervor: „Führungskräfte müssen in der Kommunikation die Sprache der Zielgruppe verwenden.“ Außerdem „gelinge eine erfolgreiche Umsetzung von gesundheitsfördernden Maßnahmen nur, wenn die Mitarbeitenden bei der Gestaltung eingebunden werden“, so Mag. Michaela Drexel, verantwortlich u.a. für Betriebliche Gesundheitsförderung im Krankenhaus der Elisabethinen Graz.

Für einen humorvollen Abschluss des Kongresses sorgte Dr. Michael Mandak mit einem musikalischen Kabarett über die Freuden und Leiden des Arbeitens im medizinischen Bereich.
Nach den Dankesworten der Organisatorinnen an ihre zahlreichen Helferinnen und Helfer galt der Dank auch ihnen – Mag. Michaela Drexel und Margit Kaiser-Mühlecker, Pflegedirektorin im Krankenhaus St. Elisabeth in Wien. „Ein großes Lob an alle, die in den letzten Monaten so hart gearbeitet haben, damit dieser Kongress gelingt“, so MMag. Dr. Christian Lagger MBA, Geschäftsführer des Krankenhauses der Elisabethinen Graz. „Dieser erste gemeinsame öffentliche Auftritt der Elisabethinen in Österreich ist definitiv gelungen.“

Auch Christine Kienreich MSc, Pflegedirektorin des Krankenhauses der Elisabethinen Graz, bedankte sich umfangreich bei ihren Kolleginnen für den spannenden Kongress: „Engagement, Kompetenz, aber auch Freude – das ist Pflege bei den Elisabethinen.“


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