Schmerztherapie

Mit anästhesiologischen Methoden, invasiven Kathetern, Nervenblockaden, therapeutischer Lokalanästhesie, Neuraltherapie und Akupunktur können Schmerzen beseitigt oder gemindert werden. Natürlich erfolgt eine Zusammenarbeit mit Fachkollegen. Bei der Medikamentenapplikation werden primär die Richtlinien der WHO zur Schmerzbehandlung berücksichtigt, beim chronischen Schmerz, vorwiegend beim chronischen nicht malignen Schmerz werden bei uns auch intrathekale Pumpen implantiert, mittels diesen Pumpen kann eine kontinuierliche intrathekale MO-Applikation verabreicht werden und der chronisch Schmerzkranke kann dadurch deutlich an Lebensqualität gewinnen. Seit kurzem wird bei uns auch die sogenannte SCS-Spinalcortstimulation-Therapie  durchgeführt. Ein SCS besteht aus drei Teilen:

1. Elektroden
die elektrische Stimulation des Rückenmarks erfolgt mittels eines elektrischen Leiters mit einer oder mehreren Elektroden, die unmittelbar am Rückenmark anliegen.
2. Verlängerung
die Verlängerung ist ein Leiterdraht, der die elektrischen Impulse vom Nervenschrittmacher zur Elektrode leitet.
3. Nervenschrittmacher
der Nervenschrittmacher besteht aus einer Batterie und einer speziellen Elektronik, die die elektrischen Impulse für das SCS erzeugt. Der Nervenschrittmacher kann entweder ganz in den Körper implantiert oder extern getragen werden.

Was ist die Rückenmarksstimulation?
Seit Anfang der 70er Jahre stellt die Rückenmarksstimulation (SCS) für Ärzte und Patienten eine wirksame und nicht abhängig machende Methode der Schmerzbehandlung dar. SCS ist die Abgabe von elektrischen Impulsen mit geringer Spannung an das Rückenmark um das Schmerzgefühl zu unterbrechen. Diese Therapie beruht auf der Tatsache, dass die Nerven Nachrichten über elektrische Impulse abgeben, Schmerz, Berührung oder Temperatur werden empfunden, da ein Nervenende ein Signal durch das Rückenmark zum Gehirn sendet. SCS bewirkt eine elektrische Stimulation der Nervenfasern im Rückenmark und diese Stimulation stört die Leitung eines Schmerzsignals an das Gehirn. Des weiteren wird von der Schmerzabteilung auch verschiedene Port-Synsteme implantiert, das sind vorwiegend intravenöse bzw. epidurale Ports, betroffen sind meist Patienten von der Palliativstation bzw. Patienten mit einer konsumierenden chronischen Erkrankung.


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