Sr. Consolata als "Pionierin der Stadt Graz" geehrt

Stadt Graz ehrt 20 Frauen, die bedeutende  Leistungen in der Landeshauptstadtvollbracht haben. Die „Pionierinnengalerie“ im Grazer Rathaus wurde anlässlich des Weltfrauentages eröffnet. Unter den geehrten Frauen ist Sr. Consolata Maderbacher von den Elisabethinen.

Sr. Consolata in der Pionierinnengalerie des Rathauses

Als Generaloberin der Elisabethinen konnte Sr. Consolata als erste Frau den Bau eines modernen Krankenhauses beauftragen. Das Spital musste 1975 dringend erweitert und saniert werden. Dabei wurde das Elisabethinenspital zu einem modernen Standard-Krankenhaus mit fünf Fachgebieten: Medizinische Abteilung, Chirurgische Abteilung, Hals-Nasen-Ohren-Abteilung, Anästhesie-Abteilung und Röntgendiagnostik. Organisatorisches Geschick und unermüdlicher Einsatz für „ihr“ Krankenhaus. waren maßgeblich für den Erfolg des Vorhabens verantwortlich.
In der „Pionierinnengalerie“ wird sie für diese Leistung geehrt. Schwester Consolata ist die einzige Ordensschwester in der Riege der 20 Gewürdigten. Weitere „Pionierinnen“ sind Waltraud Klasnic, ehem. – und erste weibliche – Landeshauptmann der Steiermark, Christa Neuper, die erste Rektorin der Karl-Franzens-Universität, und Anna Puschnik, die erste Frau in der Grazer Stadtregierung. Diese Galerie bildet ein Gegenüber zur Galerie der (rein männlichen) Bürgermeister. Schautafeln erzählen die Geschichte der Person. Frauenstadträtin Martina Schröck freut sich über das Projekt: „Ich sehe es als unsere Pflicht, diese bewundernswerten Frauen aus dem Schatten zu holen und ihre einzigartigen Leistungen zu honorieren.“
Schwester Consolata wurde 1937 in Köppelreith bei Pöllau in der Oststeiermark geboren und ist mit 18 Jahren in den Orden der Elisabethinen eingetreten. 1959 legte sie die Profess ab und absolvierte daneben die Ausbildung zur Diplomkrankenschwester und OP-Schwester. Ab 1971 war sie 30 Jahre lang Generaloberin für den Konvent der Elisabethinen in Graz – die Zeit, in der sie den Neu- und Umbau des Krankenhauses leitete. Auch im Alter von 78 Jahren ist sie nach wie vor als Generalökonomin für wirtschaftliche Belange des Konvents zuständig und immer noch – vor allem auf dem vertrauten Feld des Baues im Krankenhaus tätig.


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